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Eine Frau in dunkler Sportkleidung beugt sich nach vorn, stützt eine Hand auf einen Holztisch und lässt den anderen Arm locker hängen, in einem hellen Therapieraum.

Ratgeber

Schulterschmerzen: 7 Übungen für Zuhause

Sieben sanfte Übungen für zuhause, mit Schmerz-Ampel, Warnzeichen und Hinweisen, wann Physiotherapie sinnvoll ist. Unsere Physiotherapie in Innsbruck erklärt, wie du sicher und schrittweise übst.

Ratgeber von Alex Müller 11 Min. Lesezeit

Im Alltag zwischen Berg, Büro und Sport in Innsbruck wird die Schulter oft stärker gefordert, als wir merken: der schwere Rucksack nach der Tour, viele Stunden am Bildschirm, Klettern, Skifahren oder ein Wurf im Training. Dann zieht es beim Griff ins Regal, beim Anziehen der Jacke oder nachts beim Drehen im Bett. Wenn du dich fragst, was bei Schulterschmerzen helfen kann, bist du hier richtig: Dieser Ratgeber gehört zum Themencluster Schulter und zeigt sieben sanfte Übungen für zuhause, eine Schmerz-Ampel, Warnzeichen und Hinweise, wann Physiotherapie sinnvoll ist. Einen Überblick über das Beschwerdebild findest du auf unserer Seite zu Schulterschmerzen.

Wichtiger Hinweis: Medizinischer Disclaimer

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung und keine individuelle physiotherapeutische Befundung. Bei Unsicherheit, Verschlechterung oder Warnzeichen sprich bitte mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Physiotherapeutin bzw. einem Physiotherapeuten.

Von Alex Müller, Physiotherapeut & Gründer, Bewegung Heilt Innsbruck. Die Aussagen beruhen auf publizierten Übersichtsarbeiten und Leitlinien, die du am Ende des Artikels nachlesen kannst.

Grundlagen: Wie die Schulter aufgebaut ist

Die Schulter ist das beweglichste Gelenksystem des Körpers. Dafür zahlt sie einen Preis: Sie ist weniger knöchern geführt und braucht viel Muskelkontrolle. Anatomisch besteht sie aus mehreren zusammenspielenden Teilen, nicht nur aus einem einzelnen Gelenk.

Anatomie-Schema der Schulter mit Schlüsselbein, Schulterblatt, Oberarmknochen und Rotatorenmanschette sowie beschrifteten Muskeln in Deutsch und Latein.

Das Schultergelenk verbindet den Oberarmkopf mit der flachen Gelenkpfanne am Schulterblatt. Das Schulterblatt liegt dem Brustkorb auf und bewegt sich beim Armheben mit. Wenn Arm und Schulterblatt gut zusammenarbeiten, bleibt unter dem Schulterdach meist ausreichend Platz. Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe von vier Muskeln mit ihren Sehnen, die den Oberarmkopf wie eine Manschette in der Pfanne zentrieren und Drehbewegungen ermöglichen.

Aus dieser Anordnung ergibt sich das Prinzip vieler Übungsprogramme: Beweglichkeit erhalten, die Schulterblattkontrolle verbessern und die Rotatorenmanschette schrittweise belastbarer machen. Fachgesellschaften und Übersichtsarbeiten nennen aktive Übungen häufig als erste Wahl bei schulterbezogenen Beschwerden15. Das ist eine Orientierung für den Regelfall, keine Aussage über deinen individuellen Fall.

Ursachen und Einteilung: Häufige Belastungs- und Haltungsmuster

Schulterbeschwerden haben selten nur eine einzige Ursache. Häufig spielen Belastungsspitzen, lange Zwangshaltungen und Bewegungsmangel zusammen. Die folgende Tabelle dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose. Welche Struktur tatsächlich beteiligt ist, kann nur eine fachliche Abklärung durch Ärztin, Arzt oder Physiotherapie einschätzen.

Belastungs- oder HaltungsmusterTypische SituationMögliche Beschwerden
Wiederholte ÜberkopfarbeitStreichen, Klettern, Garten, TrainingSchmerz beim Armheben, häufig seitlich am Oberarm
Lange BildschirmhaltungBüro und HomeofficeZiehen im Schulter-Nacken-Bereich, Verspannung
Plötzliche MehrbelastungErste Skitour, Umzug, schweres TragenBelastungsschmerz, Schwäche-Gefühl
Einseitige Sport- oder ArbeitsbewegungWurfsport, Racket, HandwerkSchmerz bei bestimmten Bewegungsrichtungen
Wenig Bewegung der SchulterSchonhaltung nach SchmerzZunehmende Steifigkeit

Wichtig: Ein Muster in der Tabelle ist kein Befund. Ähnliche Beschwerden können ganz unterschiedliche Hintergründe haben, und Strukturveränderungen in der Bildgebung gehen nicht immer mit Schmerz einher. Die Frage nach Bildgebung oder weiteren Maßnahmen gehört in die fachärztliche Abklärung5.

Symptome: Woran erkenne ich, dass die Schulter überlastet ist?

Eine überlastete Schulter zeigt sich oft schleichend. Häufig beschriebene Hinweise sind:

  • Schmerz oder Ziehen beim Heben des Arms, besonders seitlich oder über Schulterhöhe
  • Unangenehmes Gefühl beim Greifen nach hinten, etwa beim Anziehen einer Jacke
  • Schmerz beim Liegen auf der betroffenen Seite oder nachts beim Drehen
  • Ein Schwäche- oder Ermüdungsgefühl bei Alltagsbewegungen
  • Verspannungsgefühl, das vom Nacken in die Schulter zieht
  • Nachlassende Beweglichkeit oder das Gefühl, dass die Schulter steif wird

Diese Hinweise können auf eine Überlastung passen, sie belegen sie aber nicht. Überschneidungen mit Beschwerden aus dem Nacken sind häufig. Wenn Kopfbewegungen die Beschwerden verändern oder Missempfindungen bis in die Hand ziehen, lohnt sich ein Blick auf unser Beschwerdebild Nackenschmerzen und den Ratgeber Nackenschmerzen im Homeoffice. Haltung und Nacken beeinflussen die Schulter oft mit, eine isolierte Betrachtung greift daher manchmal zu kurz.

Sofort-Triage in den ersten 48 Stunden

Bei neu aufgetretenen Beschwerden gilt zuerst: Warnzeichen ausschließen. Erst wenn keines davon zutrifft, kommen sanfte Maßnahmen in Betracht.

Liegt keines dieser Zeichen vor, wird in der ersten Zeit häufig eine relative Schonung empfohlen: Belastungen, die den Schmerz deutlich auslösen, vorübergehend meiden, den Arm aber nicht dauerhaft ruhigstellen. Bewegungen im schmerzarmen Bereich sind in der Regel erwünscht, weil lange Schonhaltungen die Steifigkeit begünstigen können. Eine bequeme Lagerung, etwa mit einem Kissen unter dem Unterarm im Sitzen, kann entlasten. Ob dir Wärme oder Kälte angenehm erscheint, ist individuell.

Als Faustregel dient die Schmerz-Ampel: Grün ist ein Schmerz bis etwa 3/10, der danach rasch abklingt. Gelb bedeutet 4 bis 5/10 oder ein Nachklingen bis zum nächsten Tag: Belastung reduzieren. Rot sind stechender oder zunehmender Schmerz, Kribbeln oder Taubheit: aufhören und fachlich abklären lassen.

Übersicht mit Schmerzskala in Grün, Gelb und Rot sowie sieben nummerierten Übungen von Bauchatmung über Brücke und Plank bis zum Seitstütz.

Selbsthilfe-Anleitung Schritt für Schritt: 3 sanfte Einstiegsübungen

Die folgenden drei Übungen sind als Einstieg gedacht und werden häufig eingesetzt, um die Schulter behutsam zu bewegen und die Schulterblattkontrolle anzubahnen. Sie sind weder Therapie noch Garantie. Gilt für alle: Schmerz höchstens bis 3/10, kein stechender oder zunehmender Schmerz; bei Verschlechterung Belastung reduzieren oder abbrechen und fachlich abklären. Nicht geeignet nach Schulter-OP, Sehnenriss, Luxation oder Fraktur ohne ausdrückliche ärztliche oder physiotherapeutische Freigabe.

1

Pendeln

Ziel: Mobilisation: den Arm entspannt bewegen

Eine Frau in dunkler Sportkleidung beugt sich nach vorn, stützt eine Hand auf einen Holztisch und lässt den anderen Arm locker hängen, in einem hellen Therapieraum.
Stütze dich mit der gesunden Hand an einem stabilen Tisch ab, beuge den Oberkörper leicht nach vorne und lasse den betroffenen Arm locker hängen. Der Arm kann in kleinen, ruhigen Kreisen oder vor und zurück pendeln, angestoßen durch eine sanfte Körperbewegung, nicht durch Muskelkraft. Atme gleichmäßig. Schmerz höchstens bis 3/10, kein stechender oder zunehmender Schmerz; bei Verschlechterung Bewegung verkleinern oder abbrechen.
2

Schulterblatt aktivieren

Ziel: Aktivierung: Schulterblattkontrolle anbahnen

Eine Frau mit Pferdeschwanz sitzt aufrecht auf einer Holzbank mit Handtuch in einem Therapieraum, die Arme hängen seitlich, im Hintergrund eine Behandlungsliege.
Sitze aufrecht, die Arme liegen locker. Ziehe die Schulterblätter sanft nach hinten unten, als würdest du sie in die Gesäßtaschen schieben, ohne die Schultern hochzuziehen und ohne ins Hohlkreuz zu gehen. Halte die Spannung kurz und lasse bewusst wieder los. Die Bewegung ist klein; es geht um Gefühl, nicht um Kraft. Schmerz höchstens bis 3/10, kein stechender oder zunehmender Schmerz; bei Verschlechterung Belastung reduzieren oder abbrechen.
3

Wandgleiten

Ziel: Mobilisation: Armheben im schmerzarmen Bereich

Eine Frau in dunkelblauem Shirt steht in einer Physiotherapiepraxis vor einer Wand und hat beide Hände an der Wand, im Hintergrund steht unscharf eine Therapeutin.
Stelle dich vor eine Wand und lege die Unterarme locker an. Schiebe die Arme langsam an der Wand nach oben, nur so weit, wie es schmerzarm möglich ist, und gleite kontrolliert zurück. Schultern nicht hochziehen, Rumpf ruhig halten. Es ist ein Überkopf-Bewegungsmuster: Schmerz höchstens bis 3/10; bei stechendem oder zunehmendem Schmerz, Kribbeln oder Taubheit sofort abbrechen und abklären lassen.

Die 4 Übungen für die Rehaphase

Wenn die Einstiegsübungen gut verträglich sind, werden häufig fordernde Übungen ergänzt. Hier kommt ein Theraband ins Spiel, also Widerstand. Das betrifft vor allem die Rotatorenmanschette und die Schulterblattmuskulatur. Auch diese Übungen gelten nicht nach Schulter-OP, Sehnenriss, Luxation oder Fraktur, solange keine Freigabe vorliegt, und der Reha-Abschluss sollte mit dem behandelnden Team abgestimmt sein.

4

Außenrotation mit Theraband

Ziel: Kräftigung: Rotatorenmanschette

Eine Frau steht barfuß in einem Therapieraum, hält den Ellbogen mit einem Handtuch am Körper und zieht mit der Hand ein blaues Theraband nach vorn.
Befestige das Theraband in Ellbogenhöhe, der Ellbogen liegt seitlich am Körper, der Unterarm zeigt nach vorne. Drehe den Unterarm langsam nach außen und führe ihn ebenso langsam zurück. Wähle einen leichten Widerstand, der die Bewegung sauber zulässt. Widerstandsübung: Schmerz höchstens bis 3/10; bei stechendem oder zunehmendem Schmerz, Kribbeln oder Taubheit abbrechen.
5

Rudern mit Theraband

Ziel: Kräftigung: Schulterblattmuskulatur

Eine Frau sitzt auf einer Bank und zieht ein rotes Theraband, das an der Wand befestigt ist, zu sich, während ein Mann hinter ihr steht.
Befestige das Theraband vor dir etwa in Brusthöhe. Ziehe die Hände zum Körper, führe die Ellbogen nah am Rumpf nach hinten und bringe die Schulterblätter sanft zueinander, ohne die Schultern hochzuziehen. Lasse langsam wieder nach vorne. Widerstandsübung: Schmerz höchstens bis 3/10, kein stechender oder zunehmender Schmerz; bei Verschlechterung Widerstand verringern oder abbrechen.
6

Armheben in der Schulterblattebene

Ziel: Kräftigung: Armheben im kontrollierten Bereich

Eine Frau mit Pferdeschwanz in blauem Shirt hebt in einem Therapieraum einen Arm mit einer kleinen Hantel schräg nach vorne, daneben Behandlungsliege und Sprossenwand.
Hebe den Arm schräg nach vorne, etwa im Winkel zwischen Seite und Front (Schulterblattebene), nur so weit, wie es schmerzarm und ohne Hochziehen der Schulter geht. Senke den Arm langsam. Ein leichtes Gewicht oder gar keins kann genügen. Überkopfbewegung: Schmerz höchstens bis 3/10; bei stechendem oder zunehmendem Schmerz, Kribbeln oder Taubheit abbrechen und fachlich abklären lassen.
7

Wandstütz mit Schulterblattkontrolle

Ziel: Kräftigung: Schulterblatt stabil am Brustkorb

Eine Frau in grauem Shirt und dunkler Leggings lehnt sich barfuß mit beiden Händen gegen eine weiße Wand in einem hellen Therapieraum.
Stütze dich im Stehen mit gestreckten Armen an der Wand ab und bewege den Oberkörper langsam zur Wand und wieder weg. Die Schulterblätter bleiben dabei stabil am Brustkorb, der Nacken lang. Zur Steigerung kann der Abstand zur Wand größer werden. Belastungsübung: Schmerz höchstens bis 3/10, kein stechender oder zunehmender Schmerz; bei Verschlechterung Belastung reduzieren oder abbrechen.

Zur Übersicht, welche Übung welchem Zweck dient. Auch das ist eine Orientierung statt einer Diagnose:

ZweckÜbungenGedanke dahinter
MobilisationPendeln, WandgleitenBeweglichkeit im schmerzarmen Bereich erhalten
AktivierungSchulterblatt aktivierenKontrolle und Gefühl für das Schulterblatt
KräftigungAußenrotation, Rudern, Armheben, WandstützBelastbarkeit schrittweise aufbauen

Zur Evidenz: Übersichtsarbeiten sehen aktive Übungen als sinnvolle erste Option bei schulterbezogenem Schmerz134. Eine Meta-Analyse deutet darauf hin, dass vor allem Übungen mit Widerstand und Steigerung Vorteile bringen, der Nutzen wurde aber als von unsicherer klinischer Bedeutung beschrieben2. Die Einschränkungen sind relevant: Viele Studien sind klein, Übungsarten und Dosierungen sind uneinheitlich, und die Berichtsqualität schwankt47. Eine randomisierte Studie zu selbstgesteuerten Übungen hatte zudem fehlende Daten in der Nachverfolgung6. Übungen sind also ein vernünftiger Baustein, kein Garant.

Belastungssteuerung: Wann darfst du wieder Überkopf, Sport und Tragen aufnehmen?

Eine allgemeingültige Antwort mit Datum gibt es nicht. Seriös lässt sich nur qualitativ formulieren: sobald es schmerzarm möglich ist und die Schulter die bisherige Stufe stabil verträgt. Dabei hilft die Progression von leichter zu fordernder Übung:

  • Stufe 1: Bewegung ohne Widerstand, schmerzarm (Pendeln, Wandgleiten)
  • Stufe 2: Kontrolle und leichter Widerstand (Schulterblatt, Theraband)
  • Stufe 3: Armheben und Stützbelastungen mit mehr Anforderung
  • Stufe 4: Alltag, Tragen, Überkopf und Sport schrittweise zurück

Gesteuert wird mit der Schmerz-Ampel: Bleibt der Schmerz im grünen Bereich bis 3/10 und ist am Folgetag nicht schlechter, kann eine Stufe in Betracht gezogen werden. Liegt er im gelben Bereich, wird die Belastung zunächst reduziert. Im roten Bereich ist Pause und fachliche Abklärung angesagt. Leitlinien beschreiben für Übungen häufig geringe Intensität bei hoher Regelmäßigkeit5, das passt zu diesem Prinzip.

Wer nach einer Verletzung oder Operation zurück in Sport oder schwere Arbeit möchte, sollte das nur mit Freigabe und im Rahmen des Reha-Abschlusses tun. Beim Tragen hilft: Last nah am Körper, auf beide Seiten verteilen, Rucksack gut einstellen. Ähnliche Gedanken zur Belastungsdosierung findest du in unserem Ratgeber Gartenarbeit ohne Rückenschmerzen, die sich gut auf Arbeiten mit Armen und Schultern übertragen lassen. Ein strukturierter Wiederaufbau kann auch Teil der Trainingstherapie sein.

Prävention: Alltag, Arbeitsplatz, Schlafposition, Training

Vorbeugen heißt nicht, perfekt zu sitzen. Es heißt, Abwechslung zu schaffen und die Schulter regelmäßig moderat zu fordern.

  • Alltag: Lasten verteilen, Rucksack körpernah tragen, Dauerbelastungen mit Pausen unterbrechen.
  • Arbeitsplatz: Bildschirm, Tastatur und Maus so einrichten, dass die Arme aufliegen können; zwischendurch die Haltung wechseln und die Schultern bewusst lockern. Details zu Nacken und Haltung findest du im Ratgeber Nackenschmerzen im Homeoffice.
  • Schlafposition: Kissen können entlasten; häufig wird probiert, den Arm vorne zu stützen und nicht direkt auf der schmerzenden Schulter zu liegen. Es gibt keine einzig richtige Position.
  • Training: Regelmäßige, ausgewogene Kräftigung von Zug- und Druckbewegungen, langsam gesteigert und ohne abrupte Spitzen, etwa nach einer Trainingspause.

Lässt sich eine Fehlbelastung trotz Anpassungen nicht abstellen, kann eine individuelle Analyse in der Trainingstherapie helfen, den Wiederaufbau zu planen.

Wann zur Physiotherapie in Innsbruck?

Eine Physiotherapie ist sinnvoll, wenn du unsicher bist, welche Übungen zu deiner Situation passen, wenn Beschwerden wiederkehren oder anhalten oder wenn du nach einer Verletzung oder Operation einen sauberen Aufbau brauchst. Die Behandlung kann Übungen, Anleitung und gegebenenfalls manuelle Techniken umfassen. Studien beschreiben manuelle Therapie als mögliche Ergänzung zu Übungen, mit begrenzter und teils unsicherer Evidenz17.

Ärztliche Abklärung bleibt vorrangig, wenn Warnzeichen auftreten oder die Beschwerden trotz Schonung und sanfter Bewegung anhalten. Über Bildgebung, Injektionen oder eine Operation entscheidet die fachärztliche Abklärung, nicht Selbsthilfe5. Mehr zum Ablauf bei uns findest du unter Physiotherapie und Manualtherapie.

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Alexander Müller

Alexander Müller

Gründer · Physiotherapeut

Seit über zehn Jahren behandelt Alex in Innsbruck Menschen mit akuten und chronischen Rücken­beschwerden, vom Büro­angestellten mit erstem Hexenschuss bis zum ambitionierten Bergsportler. Sein Ansatz: Ursache klären, nicht Symptome kaschieren. Kein Zehn-Minuten-Takt, keine Standard­rezepte. Jede Sitzung 60 Minuten, individuelle Anamnese, klarer Plan für zu Hause.

  • Dozent ASKÖ Tirol & Ehren-Dozent ASG
  • Gründer FLOW-Akademie
  • Sport-Physiotherapie & Return-to-Activity
  • Medizinische Funktions­analyse (4FLOW)

Fachlich geprüft & aktualisiert am . Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung, er ergänzt sie.

Häufige Fragen

Welche Übungen helfen bei Schulterschmerzen zuhause?
Entscheidend ist das Prinzip, nicht ein einzelnes Wundermittel: Sanfte Mobilisation, Kontrolle der Schulterblätter und eine schrittweise Kräftigung der Rotatorenmanschette werden häufig kombiniert. Die Übungen sollten gleichmäßig und kontrolliert ausgeführt werden. In diesem Artikel findest du sieben Übungen, die von sanft bis fordernder aufgebaut sind. Dabei gilt immer: Der Schmerz sollte höchstens bis 3/10 reichen, ein stechender oder zunehmender Schmerz ist ein Signal, die Belastung zu reduzieren oder abzubrechen. Bei Unsicherheit ist eine Rücksprache mit einer Physiotherapie sinnvoll.
Darf ich bei Schulterschmerzen trainieren oder soll ich schonen?
In vielen Fällen wird relative Schonung empfohlen, nicht ein vollständiges Ruhigstellen. Bewegung im schmerzarmen Bereich ist üblich und kann sinnvoll sein. Als Anker dient die Schmerzskala: bis 3/10 ist meist vertretbar, ein kurzes Nachklingen kann vorkommen. Verschlechtern sich die Beschwerden am Folgetag, ist das ein Signal, die Belastung zu reduzieren. Wie viel Belastung passt, ist individuell. Nach Operationen oder Verletzungen (Sehnenriss, Luxation, Fraktur) gelten Übungen nur mit ärztlicher oder physiotherapeutischer Freigabe, also erst nach Abschluss der vorgesehenen Reha-Schritte.
Wie lange dauert es, bis Übungen bei Schulterschmerzen helfen?
Das lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. Der Verlauf ist sehr individuell und hängt von Ursache, Belastung und Ausgangslage ab. Regelmäßigkeit und Geduld sind in der Regel wichtiger als Tempo. Der Verlauf geschieht eher in Schritten als gleichmäßig, es sind auch Phasen ohne spürbare Veränderung möglich. Tritt über längere Zeit keine Veränderung ein oder wird es schlechter, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll. Heilungsversprechen kann seriös niemand geben.
Was kann ich bei Schulterschmerzen nachts tun?
Eine Lagerung mit Kissen kann als Entlastungsidee dienen, sie ist keine Therapie. Häufig wird versucht, den Arm so zu stützen, dass er nicht nach unten oder vorne zieht, etwa mit einem Kissen vor dem Bauch bei Seitenlage auf der gesunden Seite oder in Rückenlage mit leicht unterlagertem Arm. Nachtschmerz kann viele Hintergründe haben. Diese Hinweise dienen der Orientierung und ersetzen keine Diagnose. Nimmt ein Ruheschmerz zu oder tritt Schmerz zusammen mit Fieber auf, sollte zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
Woher kommt mein Schmerz: Schulter, Nacken oder etwas anderes?
Als grobe Orientierung: Treten Beschwerden eher beim Armheben oder beim Liegen auf der Schulter auf, kann das häufiger zur Schulter passen. Verändern sich die Beschwerden vor allem bei Kopfbewegungen oder strahlen sie in Arm oder Hand aus, kann der Nacken beteiligt sein. Überschneidungen sind häufig. Diese Hinweise dienen der Orientierung und ersetzen keine Diagnose, eine fachliche Abklärung schafft Klarheit. Mehr dazu findest du in den Beschwerdebildern Nackenschmerzen und Schulterschmerzen.
Wann sollte ich mit Schulterschmerzen zum Arzt?
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll bei Beschwerden nach Sturz oder Unfall, sichtbarer Fehlstellung, plötzlichem Kraftverlust des Arms, Taubheit oder Kribbeln in Arm oder Hand, Fieber mit Rötung und Überwärmung sowie ausgeprägtem Ruheschmerz. Brust- oder Armschmerz zusammen mit Atemnot, Schwitzen oder Übelkeit ist ein Notfall: sofort Notruf 144 bzw. 112. Auch wenn Beschwerden trotz Schonung und sanfter Bewegung anhalten, ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
Reichen Übungen aus dem Internet oder brauche ich Physiotherapie?
Übungen aus dem Internet können ein Baustein sein, ersetzen aber keine individuelle Befundung. Eine Physiotherapie passt Auswahl und Belastung an deine Situation an und kann Fehlbelastungen früh erkennen. Nach Operationen oder Verletzungen gelten Übungen nur mit Freigabe und unter Beachtung des Reha-Abschlusses. Entscheidungen über Bildgebung oder eine Operation gehören in die fachärztliche Abklärung. Wenn du unsicher bist, kannst du in Innsbruck gerne einen Termin in unserer Physiotherapie anfragen.

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Alexander Müller

Alexander Müller

Gründer · Physiotherapeut

Wir lösen die Ursache, nicht das Symptom.

Medizinische Analyse, sofortige Veränderung, nachhaltiges System. Seit 2012 in Innsbruck.

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– Alexander Müller