Tennisarm behandeln
Tennisarm (Epicondylitis) in Innsbruck behandeln: Manuelle Therapie, exzentrisches Training & Stoßwelle. Evidenzbasierte Physiotherapie bei Bewegung Heilt.
Alexander Müller
Physiotherapeut & Gründer · Bewegung Heilt Innsbruck
Ein ziehender Schmerz am äußeren Ellenbogen, der sich beim Händeschütteln, Kaffeekochen oder Tippen bemerkbar macht, das ist ein Tennisarm. Trotz des Namens hat nur ein kleiner Teil der Betroffenen jemals einen Tennisschläger in der Hand gehabt. Büroarbeit, handwerkliche Tätigkeiten und einseitige Belastungen sind mindestens genauso häufige Auslöser. Bei Bewegung Heilt in Innsbruck analysieren wir die Ursache Deiner Beschwerden genau und behandeln sie so, dass der Tennisarm nicht immer wiederkommt.
Was ist ein Tennisarm?
Der Tennisarm, medizinisch laterale Epikondylopathie oder Epicondylitis humeri radialis, ist eine Überlastungsreaktion der Sehnenansätze der Unterarmstreckmuskulatur am äußeren Ellenbogenknochen (Epicondylus lateralis humeri). Früher glaubte man, es handle sich um eine Entzündung (daher das „-itis"). Heute weiß man: In den meisten chronischen Fällen liegt keine klassische Entzündung vor, sondern eine degenerative Sehnenveränderung (Tendinopathie) mit gestörter Kollagenstruktur und mangelhafter Durchblutung. Das erklärt, warum klassische Entzündungshemmer allein oft nicht ausreichen, und warum gezieltes Sehnentraining so wichtig ist.
Häufige Ursachen
Der Tennisarm entsteht selten durch ein einzelnes Ereignis. Meist ist es eine Kombination aus Überlastung, Technikfehlern und muskulären Schwächen.
Repetitive Unterarmbelastung: Monotone, immer gleiche Bewegungen des Handgelenks und Unterarms, beim Tippen, Malen, Schrauben oder Tennisspielen, überlasten den Sehnenansatz über Zeit. Der Körper repariert langsamer, als er belastet wird.
Schlechte Grifftechnik oder Werkzeugergonomie: Ein zu dünner Schraubenzieher, ein falsch eingestellter Tennisschläger oder eine unergonomische Mauslage erhöhen die Zugbelastung auf den lateralen Epikondylus erheblich. Kleine Anpassungen können große Wirkung haben.
Schwäche im Schulter- und Rumpfbereich: Fehlt die Stabilität im Schulterblatt oder der Rumpfmuskulatur, kompensiert der Unterarm, und übernimmt Aufgaben, die er nicht dauerhaft leisten kann. Der Tennisarm ist häufig das Ende einer Kette von Schwachstellen.
Plötzliche Steigerung der Trainingsbelastung: Wer nach einer Pause wieder intensiv Tennis spielt, in der Saison viel schraubt oder stundenlang ein neues Instrument übt, überschreitet schnell die Belastungstoleranz der Sehne, besonders wenn die Unterarmkraft noch nicht aufgebaut ist.
So gehen wir vor
- Befund & Belastungsanalyse: Wir testen Kraft, Schmerzprovokation und Beweglichkeit von Ellenbogen, Handgelenk und Schulter. Dazu fragen wir nach Deinen täglichen Belastungen, um die Überlastungsursache zu verstehen, nicht nur das Symptom zu behandeln.
- Isometrisches & exzentrisches Sehnentraining: Das ist das Herzstück der modernen Tennisarm-Therapie. Isometrische Übungen reduzieren den Schmerz kurzfristig, exzentrisches Training baut die Sehne langfristig auf. Du lernst die richtigen Übungen, die richtigen Lasten und die richtige Progression.
- Manuelle Therapie & Faszienbehandlung: Mobilisation des Ellenbogen- und Handgelenks, neurales Gleitmobilisation (Radialis-Nerv) und Weichteiltechniken an der Unterarmmuskulatur ergänzen das Training, besonders wenn Steifigkeit und Verspannungen das Bild mitbestimmen.
- Ergonomieberatung & Rückfallprävention: Am Ende steht die Frage: Warum ist der Tennisarm entstanden, und wie vermeidest Du, dass er wiederkommt? Wir optimieren Deinen Arbeitsplatz, Deine Technik und geben Dir ein langfristiges Heimprogramm mit.
Physiotherapeutische Behandlung bei Tennisarm: Bewegung Heilt, Innsbruck
Tennisarm vs. Golferellenbogen
Oft werden die beiden Begriffe verwechselt, dabei liegen Tennisarm und Golferellenbogen buchstäblich auf verschiedenen Seiten: Der Tennisarm (laterale Epikondylopathie) schmerzt am äußeren Ellenbogen und betrifft die Streckmuskulatur des Unterarms. Der Golferellenbogen (mediale Epikondylopathie) schmerzt am inneren Ellenbogen und betrifft die Beugemuskulatur. Beide entstehen durch ähnliche Mechanismen, repetitive Überbelastung, und werden ähnlich behandelt, aber die betroffenen Strukturen und die spezifischen Übungen unterscheiden sich. Eine genaue Befundung stellt sicher, dass wir das Richtige trainieren.
Wissenschaftliche Evidenz
Die Forschung zum Tennisarm ist klar: Physiotherapie mit gezieltem Sehnentraining ist die wirksamste Langzeittherapie. Eine systematische Übersichtsarbeit von Coombes et al. zeigt, dass Kortison-Injektionen zwar kurzfristig Schmerzen lindern, langfristig aber schlechtere Ergebnisse liefern als Physiotherapie allein, mit höheren Rückfallraten nach 12 Monaten.[1] Ergänzend belegt eine randomisierte kontrollierte Studie von Bisset et al., dass exzentrisches Krafttraining in Kombination mit manueller Therapie signifikant bessere Ergebnisse erzielt als eine abwartende Strategie, sowohl bei Schmerz als auch bei Funktion und Patientenzufriedenheit.[2]
Quellen
- Coombes BK, Bisset L, Vicenzino B. Efficacy and safety of corticosteroid injections and other injections for management of tendinopathy: a systematic review of randomised controlled trials. Lancet. 2010;376(9754):1751–1767. PMID: 23538526
- Bisset L et al. Mobilisation with movement and exercise, corticosteroid injection, or wait and see for tennis elbow: randomised trial. BMJ. 2006;333(7575):939. PMID: 17148514
Verwandte Leistungen: Physiotherapie · Massage · Faszientherapie
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Behandlung eines Tennisarms?
Darf ich bei einem Tennisarm Sport treiben?
Wann sollte ich zum Arzt, wenn mein Ellenbogen schmerzt?
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Alexander Müller
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Wir lösen die Ursache, nicht das Symptom.
Medizinische Analyse, sofortige Veränderung, nachhaltiges System. Seit 2012 in Innsbruck.
Beim Ersttermin analysieren wir gemeinsam die Ursache, und Du gehst mit einem klaren Plan nach Hause.
– Alexander Müller